Auch in der Ausschaffungshaft bezeugt er Jesus

Original aus der «Gemeinde für Christus» (GfC) Bauma soll ausgeschafft werden

Mit Begeisterung verteilte Isaac auf der Strasse Bibeln

Der 42-jährige Isaac ist ein Original. Er verteilt Bibeln, spricht über Gott, und keiner ärgert sich. Doch Isaac soll in den Kongo ausgewiesen werden, wo ihm der Tod droht. Hundert Schweizer protestierten vor dem Ausschaffungsgefängnis in Kloten.

Isaac ging Woche für Woche für seinen Glauben auf die Strasse. Die Schriften bezog er beim Missionswerk Meos. Seine tiefe, klare Stimme erhob er im Chor der GfC in Bauma. Hier fand er vor sechs Jahren ein «zu Hause», nur zwei Wochen, nachdem er in die Schweiz eingereist war. Der damals 36-jährige Afrikaner war bereits Christ, als er helvetischen Boden betrat, wie Erich Steiner sagt, eine mit Isaac eng befreundete Privatperson. Isaac spricht mehrere Sprachen, doch Deutsch konnte er noch nicht. In kurzer Zeit hat er die Sprache gelernt. Er half dann engagiert mit bei der Meos, der Agik, Christen begegnen Muslimen und anderen christlichen Organisationen.
Isaac hatte die Demokratische Republik Kongo verlassen, nicht zu verwechseln mit der deutlich kleineren Republik Kongo. Er flüchtete, weil im eigentlich christlich geprägten Kongo Repressionen gegen religiöse Gruppen ausgeübt wurden. Wöchentlich in Winterthur und einmal monatlich in Yverdon ging er für seinen Glauben auf die Strasse. Auch besuchte er viele Ausländer. Er hielt seine Kontakte fein säuberlich in einem Buch fest. In seiner Notunterkunft bot er regelmässig Sprechstunden an für jene, die sonst wenig Gehör finden.

Vergebliche Proteste

Längst war sein Asylgesuch negativ beantwortet. Auch wenn Freunde in einem Wiedererwägungsgesuch zwanzig Briefe beigelegt hatten, die dokumentierten, dass Isaac gut integriert ist, ein gutes Sozialnetz hat und einen Unternehmer nennen, der ihm einen Arbeitsplatz gibt, sobald dies rechtlich erlaubt ist. Der ganze Papierkram war vergebens. Seit dem 16. Dezember sitzt er hinter Gittern und mittlerweile in Kloten in Ausschaffungshaft. Isaac macht geltend, dass er im Kongo kaum überleben wird.
Hundert Leute protestierten kürzlich vor dem Gefängnis. Steiner: «Aber die Behörden hören nicht zu und gehen nicht darauf ein, wenn Schweizer Bürger um Gehör bitten und sich für jemanden stark machen.» Die Härtefallkommission sei nicht wirklich auf das Ersuchen und die zwanzig Briefe eingegangen. Nicht gelten lässt Steiner, dass dies bei derart vielen Fällen nicht drin liege. «Natürlich geht es nicht in jedem Fall ? aber wenn sich hundert Schweizer für einen Menschen einsetzen!? Es deprimiert mich, dass wir nicht an diese Personen herankommen. Ein Amt versteckt sich hinter dem anderen.»

Isaac trotzdem glücklich

Trotz allem, so glücklich wie jetzt habe man Isaac noch nie gesehen. Steiner: «Wir befürchteten, dass die andern Menschen in der Ausschaffungshaft neidisch würden, weil wir uns einzig für ihn einsetzten.» Geschehen ist das Gegenteil: Isaac wurde von anderen Insassen gefragt, warum er so viele Freunde hier hat. Isaac: «Ich bin Christ, das sind meine Brüder und Schwestern.» Und so wollen die andern Insassen mehr über den Glauben erfahren, und sie fragen nach Bibeln in ihrer Landessprache.

Quelle: idea  (aus Heft 2011-15)

VON: DANIEL GERBER

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