Arabische Touristen in Interlaken

Die Genfersee Region, das Berner Oberland und auch Zürich stehen bei den Golfarabern hoch im Kurs. Deshalb verbringen sie immer öfter ihre Ferien hier in der Schweiz, um einzukaufen, die Natur zu geniessen und der Hitze in ihrem Land zu entfliehen. Die Zahl der arabischen Gäste in Interlaken hat sich in den letzten Jahren verzehnfacht.

In den zwei letzten Juli-Wochen war ich zusammen mit Christen aus verschiedenen Ländern - zwei Frauen kamen sogar aus China - in Interlaken, um mit arabischen Touristen ins Gespräch über Isa (Jesus) zu kommen. Die meisten der über tausend Gästen, mit denen wir sprachen, kamen aus Saudi Arabien. In ihrem Heimatland, der Geburtsstätte des Islams, herrscht eine sehr strikte Auslegung der Scharia (Islamisches Gesetz). Es wäre fast unmöglich, sie dort direkt mit dem Evangelium zu konfrontieren. In der Schweiz haben wir die volle Freiheit, ihnen Jesus zu bezeugen. Unser Geschenk an sie, eine DVD „More than Chocolate and Cheese“ mit einem Film über die Schweiz, zusammen mit dem „Jesus-Film“ in Englisch, Arabisch und vielen anderen Sprachen, wurde gerne angenommen. Die allermeisten der Saudis, die wir trafen, waren sehr offen, um über den Glauben zu reden und nahmen nicht nur die DVD an, sondern auch das arabische NT. In früheren Einsätzen haben sie aus Angst kaum ein NT mitgenommen.  Noch nie habe ich ein solches Interesse und eine Offenheit dem Evangelium gegenüber erlebt  wie dieses Jahr. Ich habe den Eindruck, dass durch vermehrtes Gebet, die arabische Revolution, das Internet und Satelliten-TV die verschlossene Tür sich auch in Saudi Arabien öffnet. Einige arabischsprechenden Christen waren mit uns unterwegs. Es ist erstaunlich, wie viele der Araber sehr gut englisch sprechen.

Ein Englisch-Professor aus Riad nahm nach einem längeren fruchtbaren Gespräch dankbar ein NT englisch/arabisch mit. Ein Paar aus Medina war begeistert, zum ersten Mal die Gelegenheit zu haben mit bekennenden Christen zu sprechen. Sie hatten viele Fragen. Der Mann versprach, das Injil zu studieren. Ein junger Mann aus Bachrain war positiv berührt vom christlichen Glauben. Er habe gerade seinen Onkel besucht, der, nachdem er sich für Jesus entschieden habe, in die Schweiz geflohen sei, erzählte er mir.  Er habe schon lange nach einer arabischen Bibel gesucht. Eine Saudi-Frau drückte das NT an ihre Brust und sagte: "Das wird immer bei mir bleiben".

Es ging in all diesen Begegnungen nicht primär darum, Menschen zu einem Religionswechsel zu bewegen. Vielmehr weil wir sie lieben, ist es unser sehnlichster Wunsch, dass sie Isah al Masih (Jesus) als ihren persönlichen Erlöser finden können und ihm nachfolgen. Betet, dass der ausgestreute Same aufgeht und wir einige dieser Araber im Himmel wieder treffen.

Markus F.

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