Ferienwoche mit Migranten in Aeschi

Einen Monat vor Lagerbeginn sah es gar nicht danach aus, dass das Lager stattfinden könnte. Das Team war nicht vollständig, kaum Anmeldungen, Engpässe bei den Finanzen. Nach unserer Grundsatzentscheidung, unsere Vision von diesem Lager trotzdem nicht loszulassen, änderte sich vieles in kurzer Zeit. Fürs Team bekamen wir Anfragen von Leuten, die wir nicht gekannt haben, Gemeinden investierten in ihre fremdsprachigen Gäste und ermöglichten ihnen die Teilnahme am Lager und verschiedenste Personen teilten nicht nur unsere Vision, sondern auch ihr Portemonnaie mit uns!

Mit 42 Personen reisten wir schlussendlich nach Aeschi – eine bunte Schar von Jung und Alt, unterschiedlichen Sprachen und Mentalitäten: Schweizer, Syrer, Iraner, Afghanen, Libanesen und sogar Kolumbianer. Dank der Neuanschaffung einer mobilen Übersetzungsanlage durch den Verein KicK Aarau gelang uns die Kommunikation besser als im Jahr zuvor.

Die Ferienwoche war geprägt von vielen grossen und kleinen Wundern, aber auch von aufbrechenden Spannungen und viel Gebet. Wir erlebten, dass Gott die Regenwolken zurückhielt, Ausflüge unfallfrei blieben, Menschen sich über die Nationengrenzen hinweg als Geschwister erkennen konnten, Streitigkeiten sich in Versöhnung verwandelten, Begegnungen mit unserem himmlischen Vater stattfanden und Herzen sich Jesus zuwandten! Welche Freude! Eine Person liess sich gleich nach dem Lager taufen.



Die Woche verlief sehr abwechslungsreich. Nach den Gemeinschaftszeiten am Morgen zum Thema „Unser Vater im Himmel“ erkundeten wir das schöne Berner Oberland: Oeschinensee (och, der Aufstieg war doch ziemlich steil...!), Hängebrücke ob Leissigen (fast alle waren schwindelfrei), Schifffahrt nach Thun und zur Beatushöhle, Ausflug aufs Niederhorn (die Abfahrt mit den Trottinets gefiel den Kindern). Eine Höhepunkt war auch das Angebot von Krea-Sozo – mit Malen zu einer persönlichen Begegnung mit Gott finden – eine neue Erfahrung für alle.

In Erinnerung wird uns bestimmt der Nationenabend bleiben! Wir mussten viel lachen und freuten uns über die Lebenslust der Teilnehmer. Alle präsentierten einen Tanz aus ihrer Kultur: Arabisch, Salsa, iranisch, afghanisch...doch wo blieb der Schweizertanz? Wir beschränkten uns aufs Schunkeln zum Lied „Es Buurebüebli mani ned“ und kamen uns dabei etwas schäbig vor.

Dankbar hörten wir am Schlussabend den Zeugnissen der Teilnehmenden zu. Zum Teil unter Tränen kam zum Ausdruck, dass diese Woche vieles ausgelöst hat. Wer durch schwierige Zeiten geht, schätzt die liebende Gemeinschaft und die Abwechslung des Programms sehr. Wenn dann noch Gott als Partner dazu kommt, verändert sich auch die Sicht auf die Umstände. Kraft und Hoffnung keimen wieder auf. Das ist unsere Vision – sichtbar erfüllt!
M.B.

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